Schweizer Talente live erleben

Natürlich gibt es auch in der Schweiz für Talente eine Möglichkeit, ihre Fähigkeiten einer Öffentlichkeit vorzustellen. In den Anfangsjahren trug diese Castingshow des Schweizer Fernsehens die Bezeichnung ,MusicStar‘. Gleich aus der ersten Staffel kommt ein sehr erfolgreicher Teilnehmer: Sebastian Bürgin, der den Künstlernamen Barschi verwendet. Obwohl in der Show ,nur‘ auf Platz sechs gelandet, erhielt er einen Plattenvertrag und die Platzierungen in den Schweizer Charts rechtfertigen das in jeder Weise.

Die zweite Staffel wurde von Salome Clausen gewonnen und obwohl ihre einzige Single und das einzige Album Spitzenplatzierungen holten, zog sich Salome Clausen rund ein Jahr später aus dem Musikbusiness zurück. Offenbar ist auch Erfolg kein Garant dafür, Zufriedenheit zu erfahren.

Die dritte Staffel wurde von FabFabienne Louvesienne Louves gewonnen, bei der vierten Staffel war Katharina Michel erfolgreich, wobei sich in beiden Fällen der musikalische Erfolg als eine kurzlebige Angelegenheit herausstellte.

Im weiterer Folge wurde die Talenteshow ,Die größten Schweizer Talente‘ oder kurz DGST genannt, ins Leben gerufen. In dieser Show zeigen nicht nur Musiktalente ihr Können, auch Tänzer und Akrobaten und andere Künstler in allen nur denkbaren Facetten versetzen den Zuseher oftmals in Erstaunen.

Inge Ginsberg hatte ihren 90. Geburtstag schon lange hinter sich, als sie in dieser TV-Show mit einem Heavy-Metal-Song für staunende Gesichter sorgte.

Viel Beachtung schenkten die Zuseher auch Enrico Lenzin, der seine beiden Alphörnern erklingen lässt und dies mit Stepptanz kombiniert.

Eine ebenso eigenwillige Kreation bilden die ,Mozart Heroes‘, ein Duo, das klassischen Kompositionen mit Violoncello und Gitarre einen Hardrocksound verpasst, der einfach gehört werden muss.

Das Duo Reto Bugmann am Mikrofon und Dominique Allemann am Piano verstanden es, die 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts gekonnt in Szene zu setzen; Kleidung, Auftreten, Musik, das Drumherum, der Zuseher fühlte sich um 80 Jahre zurückversetzt, letztlich hat es nur zum dritten Platz in der jüngsten Staffel gereicht, dennoch ein beachtlicher Erfolg.